Schwimmsattel:
In der Erstausrüstung kostengunstig zu Fertigen, Kolben
drückt nur von der Aussenseite auf den Belag und zieht über
einen Gleitmechnismus den inneren Belag an die Bremsscheibe. Zange ist
nur wenig belastbar, erfordert hohe Handkräfte und intensive
Wartung der Gleitelemente. Sie wird nur an kleinen (billigen) Maschinen
oder am Hinterrad verbaut.
Für den Einsatz diese Prinzips ist auch der Platz entscheidend.
Bei Modellen mit Speichenrädern z.B. ist oft für ein Kolben,
welcher noch zusätzlich von Innen drückt kein Raum vorhanden.
Weiterentwicklungen sind die Doppelkolben - und
Dreikolbenschwimmsättel, hier kann die Belagfläche deutlich
vergrössert werden. Einsatz an Mittelklassebikes oder Modellen mit
CBS von Honda.
Schwenksattel: Nicht mehr verbautes Prinzip (BMW /6 und
/7 Modelle) ähnlich des Schwimmsattels, wie der Name verrät
über einen Schwenkmechanismus, aufwendige Bremsbeläge mit
schräger Kontur erforderlich.
Festsattel: Hier drücken je ein Kolben von Innen und
Aussen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf die
Bremsscheibe. Aktuell verwendetes Bauprinzip bei jedem Hersteller.
Weiterentwicklungen sind die 4 -, 6 - oder 8 - Kolbenzangen,
grössere Belagflächen bei gleichmäßigen Druck
möglich. Aus dem vollen Gefräste Zangen sind sehr aufwendig
und teuer in der Herstellung, neben der Menge des verbauten Materials
ist ein ausgeklügeltes System von Verbindungsbohrungen der
einzelnen Kolben notwendig.
Monoblock: Ein aus einem Stück gegossene oder
gefräste Zange. Hier wird auf Verbindungsschrauben verzichtet
(alle oben beschriebenen Zangen bestehen i.d.R. aus zwei Hälften).
Sie ist in sich steifer und weitet sich beim Bremsen kaum auf. Der
abgegebene Druck kann so optimal an die Kolben und den Belag ohne
Druckverlust wietergegeben werden. In der Erstausrüstung als
gegossene Variante bisher nur bei Top-Modellen der Marke Yamaha verbaut.
Radial: Aufbau wie Festsattelzange mit 4 Kolben
(verschraubt oder Monoblock). Hier ist nur die Befestigung am Fahrzeug
revolutionär. Waren die Zangen bisher immer mit Schrauben quer zur
Fahrtrichtung an Gabel oder Gabelfuß angeschraubt, kommen hier
spezielle Gabelfüße (bisher nur an USD-Gabeln möglich)
zum Einsatz. Das System ist in sich steifer und verbessert so die
Bremsqualität erneut ein Stück.