Organische Bremsbeläge bestehen aus bis zu 30 verschiedenen Materialien wie z.B. Metalle, Füllstoffe, Verstärkungsfasern, Bindemittel und Klebstoffen. Sie eignen sich heute fast nur noch für "ältere" oder "günstigere" Maschinen, deren Bremsanlagen dafür entwickelt bzw. ausgelegt sind. Ihr Bremsverhalten ist bei Nässe nicht unproblematisch. Aktuell werden organische Beläge auch noch für die Verwendung auf Gußbremsscheiben empfohlen bzw. vorgeschrieben.

Einfahrhinweise (pauschal): Organische Beläge müssen langsam eingebremst werden. Wenn sie die ersten Male heiss sind, kann ein beissender Geruch aufsteigen. Sie "gasen" aus, d.h., Klebstoffe, Bindemittel und Harze "verbrennen". Bis sich der Belag völlig an die Scheibe angepasst hat, man nennt diesen Vorgang "bedding" (dt. betten), können gut 100 km, bis die maximalen Verzögerungswerte anliegen, bis 500 km vergehen.

Sintermetallbeläge bestehen aus verschiedenen Metallen und Verstärkungsfasern, wie sie genau zusammen gesetzt sind, verrät kein Hersteller. Höherer Reibwert, gutes Nass - und Kaltbremsverhalten bei gleichzeitig geringerer Handkraft zeichnen ihn aus. Nach kurzer Einfahrzeit kann er voll belastet werden. Aktuell ist er Stand der Technik.

Einfahrvorschriften (pauschal): Auch der Sinterbelag muss sich an die Scheibe anpassen,
100 - 200 km kann man dafür einplanen. Vollbremsungen sind die ersten 100 km unbedingt zu vermeiden. Bei stark riefigen Scheiben kann dieses Anpassen auch länger dauern.

Grundsätzlich gilt:

- Bremsen sind sicherheitsrelevante Fahrzeugteile
- Wartung nur mit ausreichender Kenntnis selbst durchführen
- Belagstärke immer im Auge behalten
- auch die hintere Zange hat Beläge
- vor dem Kauf vom Fachmann beraten lassen
- Einfahrhinweise beachten